30 Tage vegan Challenge – Geschafft!

Hi Zusammen,
Wir haben es geschafft! Wir haben uns 30 Tage vegan ernährt, ohne zu cheaten und auch ohne vegane Ersatzprodukte, wie veganen Käse oder Fleischersatz, zu uns zu nehmen. Aus einem Witz heraus haben wir uns entschieden die 30 Tage vegan Challenge durch zu ziehen. Während zu Beginn Julius strickt dagegen war und es aber seine Schnapsidee war, dass ich diese 30 Tage vegan Challenge mache, wurde nach (viel) Überzeugungskraft meinerseits, dass er mit machen soll, ein wirklich spannender Monat mit neuen Eindrücken und Erfahrungen. Und am Ende können wir sagen, wir haben es strickt und ehrlich durchgezogen und uns intensiv mit dem Thema „vegan“ auseinander gesetzt.

Uns war es wichtig zu sehen, wie unsere Körper darauf reagieren, gibt es eine Verbesserung oder eine Verschlechterung, wird unser tägliches Training vielleicht beeinflusst? Doch am Ende stehen wir mit einem besseren Körperbewusstsein da. Wir setzen uns stark mit unserem Körper auseinander, was er für das Training braucht, was der Körper braucht damit keine Mangelerscheinungen auftreten und wie wir Tag für Tag besser werden. In unserem „veganen“ Monat haben wir dies noch intensiver getan, vor allem aber die Lebensmittel, die wir Tag für Tag zu uns nehmen, hinterfragt. Woher kommen die Lebensmittel? Wie werden diese produziert und weiterverarbeitet? Wie gesund oder sogar schädlich sind sie für unseren Körper?

Allein aus diesem Grund hat sich die 30 Tage vegan Challenge allemal gelohnt. Auch wenn Julius am Ende da steht und sagt, dass er sich wieder auf den Fleisch- und Milchverzehr freut, tut er dieses nun bewusster und nicht mehr in dem Ausmaß wie zuvor. Und auch ich werde sicher wieder Fleisch essen, jedoch hat die Challenge gezeigt, dass ich es nicht brauche und mich dabei auch noch sehr gut fühle und wenn ich doch den Drang verspüre ein Steak oder einen Burger zu essen, dann werde ich dies tun.

Das Thema „vegan“ ist etwas mit dem man sich beschäftigen muss und nicht von heut auf morgen einfach macht.30 Tage vegan Challenge Wir haben mit vielen Leuten über das Thema gesprochen, haben viel recherchiert und in veganen Facebook Gruppen Inspiration gesucht.

Unsere Ausgaben für Lebensmittel waren in diesem Monat definitiv geringer, obwohl wir noch mehr Wert auf die Qualität und Herkunft von Obst und Gemüse gelegt haben. Wie schon erwähnt, haben wir jedoch auf Fleischersatz-Produkte wie Veggie-Schnitzel usw. verzichtet, solche Produkte sind natürlich dann direkt wieder deutlich teurer, dennoch mit Sicherheit nicht so teuer wie ein gutes Stück Steak oder ein Bio-Hähnchen.

Gerade dann, wenn man viel unterwegs ist, ist es nicht ganz so einfach auch leckeres veganes Essen zu bekommen. Natürlich könnte man in den nächsten Supermarkt laufen uns sich ein Brötchen oder Obst kaufen, aber das ist nicht Sinn der Sache. Vor allem wenn man mit Freunden unterwegs ist, leidet etwas die Lebensqualität darunter, wenn es keine passende Mahlzeit gibt. Es sollte eigentlich nicht das Thema sein, woher ich mein Essen bekomme. Optimal ist es, wenn man sich mit Freunden zum Essen verabredet und einfach etwas bestellen kann ohne darüber zu diskutieren, rum zu rätsel oder immer den Kellner zu fragen: “Haben sie auch etwas veganes?“
Zwar wird das Angebot immer besser, aber es wird sicher noch etwas dauern, bis die Restaurants alle mitziehen und erkennen, dass es eher eine Marktlücke ist veganes Essen anzubieten.

Nun sagen aber sowohl Julius als auch ich noch etwas persönlich zu dem Thema und welche Schlüsse jeder für sich nach dem Monat gezogen hat.

Unser Endfazit nach der 30 Tage vegan Challenge:

30 Tage vegan Challenge
„Ich fühl mich super! Mir hat der Monat wirklich sehr gut getan und. Ich ziehe eigentlich nur positive Schlüsse und würde auch sonst jedem empfehlen, zumindest einmal eine Challenge auf Zeit durchzuführen.“

Körpergefühl:
Abgenommen habe ich in dem Monat 3kg. Das liegt jetzt nicht daran, dass ich mich vegan ernährt habe, sondern viel mehr daran, dass ich den Monat im Kaloriendefizit lag. Sich vegan ernähren heißt nämlich nicht automatisch gesund und auch nicht das man automatisch abnimmt. Ich habe mich an keinem einzigen Tag schlecht gefühlt. Hört sich doof an, aber der Körper ist in so einer Art Flugmodus, man fühlt sich einfach gut. Und das strahlt man auch aus.

Training:
In meinem Training habe ich meine Gewichte minimal reduzieren müssen, dies lag aber wie schon gesagt 30 Tage vegan Challengedaran, dass ich im Kaloriendefizit lag. Sonst im Allgemeinen kann ich sagen, dass sich mein Training durch die vegane Ernährung nicht verschlechtert hat. Egal ob auf nüchternen Magen oder am Abend, ich konnte meine Leistung immer sehr gut abrufen. Und auch in meinem momentanen Lauftraining, für den Wings for Life World Run, habe ich volle Energie und Kraft.

Ernährung:
Ich liebe Gemüse und Hülsenfrüchte und hab mich über die enorme Vielfalt, die wir am Ende auf dem Teller hatten, echt gefreut. Neue Geschmäcker und die Lust am Kochen und Experimentieren in der Küche wurden in mir geweckt 😉 Unterm Strich stehe ich aber länger in der Küche als zuvor, das viele Gemüse schnippeln und das Kochen der Hülsenfrüchte braucht eben 30 Tage vegan Challenge Endfazitseine Zeit….vielleicht muss doch noch eine Küchenmaschine her, die mir die Arbeit abnimmt! Über den ganzen Monat hatte ich kein verlangen nach Fleisch oder anderen tierischen Lebensmitteln und habe mich wikrlich fit und wach gefühlt, das konnte man tatsächlich in der ersten Woche schon feststellen.

Bisher gabs morgens eine Tasse Kaffee um in Fahrt zu kommen und auch im Laufe des Tages gabs noch 1-2 Tassen Kaffee extra. Das hat sich mittlerweile komplett geändert. Ich habe keinen Kaffee gebraucht. Nicht morgens und auch nicht am Nachmittag bei stundenlanger Computerarbeit! Wenn mir morgens danach war, gabs eine Tasse Matcha 🙂

Lieblingsessen:
Wir haben so einige Rezepte ausprobiert, doch diese drei sind meine absoluten Lieblinge! Das vegane „Chili sin Carne„, dass es in der Zwischenzweit schon so einige Male gab. Das „Amarath-Dessert“ nach Attila Hildmann, dass man sich immer gönnen kann 😉 Und die leckeren „Spaghetti mit Spinat-Mandel-Creme„, die ihr unbedingt mal ausprobieren müsst!

30 Tage vegan Challenge Endfazit

Mein Endfazit:
Ich würd es wieder machen!
Bewusster leben und bewusster einkaufen. Unser Gemüse kaufen wir nun von regionalen Höfen, achten auf Bio Produkte und das Fleisch werden wir nur noch in ausgewählten Läden/Märkten kaufen. Das sind wir unserem Körper schuldig!

 

30 Tage vegan Challenge Endfazit

Ernährung:
Ich habe mein tägliches Eiweiß-Ziel zu Beginn unserer 30 Tage vegan Challenge von 160-170g pro Tag auf 130-140g reduziert und dennoch viel es mir schwer, dieses zu erreichen. Teilweise habe ich es auch gar nicht geschafft, obwohl ich 1 bis 2 Reis- und Sojaprotein-Shakes getrunken habe.

Hier einmal ein Vergleich der Eiweiß-Menge von Fleisch und Bohnen:
Ein Stück Steak mit 200g hat ca. 42g Eiweiß. Für diese Menge Eiweiß müsste man im Vergleich nun etwa 700g Kidneybohnen oder gekochte Linsen essen!

Steaks könnte ich theoretisch gerne auch 2 oder 3 hintereinander essen, bei Bohnen oder Linsen vergeht mir jedoch recht schnell der Appetit. Generell ist mir aufgefallen, dass die Mahlzeiten durch sehr viel Reis und das viele Gemüse ein sehr großes Volumen hatten. Meine schwerste gewogenen Mahlzeit wog 1,6KG und ich hab direkt aus einer Schüssel gegessen, dass es in keinen unserer Teller gepasst hätte.

Wer also auf Diät ist und Probleme mit Hunger hat, dem kann ich nur empfehlen, mal ein paar Gerichte ohne Fleisch und mit viel Gemüse zu probieren. Durch die vielen Ballaststoffe ist man gleichzeitig auch für einen ziemlich langen Zeitraum gesättigt. Dennoch gibt es auch viele leckere vegane Rezepte, diese brauche meistens aber einiges an Zeit in der Küche. Gerade wenn es dann einmal schnell gehen muss, hat es mir doch gefehlt, nur den Reiskocher anzumachen und mir ein Stück Fleisch zu braten.

Training:
Im Training konnte ich trotz Diät gute Leistungen abrufen, auch wenn ich aufgrund des Kaloriendefizits keine neuen Rekorde aufstellen konnte. Ich denke hierJulius_training hat mir der hohe Anteil an Kohlenhydraten viel Kraft gegeben. Vor dem Training habe ich immer versucht 2-3 Stunden nicht zu essen, da sonst der Magen sehr voll war, was man dann auch im Training gemerkt hat.

Körpergefühl:
Eine großartige Veränderung ist mir an meinem körperlichen Befinden nicht aufgefallen. Ich habe mich ohne Fleisch fit und vital gefühlt, jedoch ging es mir mit dem Konsum von Fleisch und Milchprodukten auch immer gut.

In den 30 Tagen unserer Challenge habe ich 3,2KG abgenommen. Dies liegt jedoch kaum an der veganen Ernährung, als viel mehr daran, dass ich meine Kalorien getrackt habe und darauf geachtet habe, mich täglich in einem Kaloriendefizit von ca. 500 kcal zu befinden. Einen ausführlichen Artikel wie ich das ganze handhabe, werde ich in den nächsten 1-2 Wochen noch schreiben.

Mein Endfazit:
Dank dieser Challenge habe ich mir nochmals Gedanken über meine Ernährung gemacht und will zukünftig meinen Fleischkonsum reduzieren und noch mehr Wert auf hochwertige Lebensmittel leben. Mit Sicherheit werde ich dann auch das ein oder andere vegane oder vegetarische Gericht mit auf meinen Speiseplan aufnehmen.

Außerdem freue ich mich persönlich sehr darüber, dass ich die 30 Tage vegan Challenge durchgezogen habe und der erste Tag mit Fleisch war für mich heut etwa so schön wie Geburtstag und Weihnachten an einem Tag 😉

fleisch

30 Tage vegan Challenge EndfazitDer Gesund-sein Shop war uns wärend der kompletten 30 Tage vegan Challenge eine Unterstützung und hat uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden! Sie haben uns wirklich klasse unterschützt und es war uns immer eine Freude auf ihrem eigenen Blog über unsere Challenge zu lesen =) Dort wurde nämlich fleißig über uns berichtet! Daher solltet ihr unbedingt mal auf www.gesund-sein.de/blog vorbei schauen und die Artikel durch gehen.

Sowohl für eine vegane Challenge, als auch für eine gesunde Ernährung, kann ich euch empfehlen einmal bei Gesund-Sein vorbei zu schauen, im Onlineshop findet ihr alles was ihr braucht 🙂

Und zum Schluss möchten wir DANKE sagen.

 

Mary
Autor

6 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei, euer Blog ist toll! Ich habe ihn gestern erst entdeckt und schon viel gelesen. Eure Challenge würde ich Uch gerne mal probieren. Ich glyubr, ich werde mich auch einmal schlau lesen und eure Challenge versuchen! Lg Julia

    • Mary
      Mary Antworten

      Hallo liebe Julia,
      das freut uns sehr zu hören. Ich kann es dir nur empfehlen einmal probiert zu haben, der Körper dankt es einem und man fühlt sich einfach super gut. Das wirst du auch schnell merken 🙂 Während Julius wieder Fleisch isst, esse ich weiterhin vegan und nur ab und zu, an ausgewählten Tagen, Fleisch und Milchprodukte. Lass uns doch wissen wenn du die Challenge beginnst! Frohe Ostern und liebe Grüße Mary 🙂

  2. Hallo Ihr Lieben!

    Ich habe Eure Challenge mit großer Neugierde verfolgt und habe allergrößten Respekt vor Eurer Leistung. Das zeigt doch, dass es jeder schaffen kann, toll! Danke für alle Inspirationen, Rezepte und Hintergrundberichte 🙂

    GLG Bianca

    • Mary
      Mary Antworten

      Hallo liebe Bianca,
      das freut uns sehr zu hören, danke für dein positives Feedback 🙂 Man muss es nur Wollen, dann schafft man doch bekanntlich alles 😉
      Ganz liebe Grüße
      Mary

  3. Hallo,
    leider sind die angaben mit den Kidneybohnen und Linsen nicht richtig.
    Rote Linsen haben einen Eiweißanteil von 22-25g auf 100g genauso wie Reife Kidneybohnen 22g auf 100g haben.
    Niemals musst du 700g essen. Vielleicht trackst du falsch aber normal kommt man relativ leicht auf 130-140g Eiweiß am Tag.
    Grüße
    Jan (vegan seit 1 Jahr)

    • Julius

      Hi Jan,
      Respekt, dass du es schon seit einem Jahr mit der veganen Ernährung durchziehst!

      Ich rede von fertig zubereiteten Kidneybohnen bzw. Linsen. Bei Linsen mag es sein, dass 600g ausreichen. Ich meine nicht den Eiweißgehalt getrockneter Linsen oder Bohnen, dieser liegt wie du ganz richtig sagst zwischen 20-25g je nach Art der Bohne oder Linse. Wenn man die dann aber in Wasser bzw. Brühe aufkocht verdreifacht sich schnell das Gewicht, da sie sich mit Wasser vollsaugen. Ein Steak oder anderes Stück Fleisch wird beim Braten jedoch eher noch leichter. Somit ist einfach das Volumen einer veganen Mahlzeit viel größer verglichen mit Fleisch oder Milchprodukten.

      Grüße,
      Julius

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