Unsere erste gemeinsame Bergwanderung

Letztes Wochenende waren wir am Chiemsee, um vom Alltag abzuschalten, um etwas zu neues zu erleben und um zu wandern. Auf eine Empfehlung haben wir uns die Kampenwand in den Chiemgauer Alpen ausgesucht. Aus angegebenen 3 1/2 Stunden wurden allerdings 9 Stunden.

Wir sind keine 9 Stunden am Stück gelaufen, es waren vielleicht insgesamt 7 1/2 Stunden. In der restlichen Zeit haben wir an schönen Stellen fotografiert (das war übrigens sehr oft), super lecker auf einer Alm gegessen um für die restliche Strecke Kraft zu tanken und die Zeit oben am Gipfelkreuz verbracht.

Das Wetter war perfekt für diesen Tag, wir hatten angenehme Temperaturen und auch lange Zeit keinen direkten Sonnenschein. Erst als es richtig Endspurt ging, kam die Sonne heraus und so war der Ausblick und Anblick um so schöner. Unsere 7 1/2 Stunden wandern und klettern waren wirklich toll und auch teilweise sehr anstrengend. Unsere Kondition ist nicht schlecht, aber etwas mehr Training wäre von Vorteil gewesen. Und durch die vielen Fotostopps war es manchmal eher wie ein HIIT 🙂

Noch ziemlich am Anfang unserer Strecke haben wir uns auch noch zwei Mal verlaufen und dadurch sehr viel Zeit verloren, da wir den ganzen Weg wieder zurück mussten. Beim zweiten Mal war es aber ein richtiges Abenteuer, auch etwas leichtsinnig und gefährlich. Die Entscheidung umzukehren war genau richtig! Und so waren wir dann erst 2 Stunden nach Beginn auf dem richtigen Weg nach oben. Zwar mit Matsch bis zu den Knöcheln hoch, aber hey 😉 Dafür haben wir unterwegs nette Bekanntschaften gemacht 😉

Kampenwand

Kampenwand

Es ging immer steil bergauf, mal auf geteerter Straße, auf Feldweg, Schotter und holprigen Steinen durch den Wald, aber immer steil auf. Doch unsere Füße liefen und liefen, manchmal etwas schneller als gewollt und manchmal etwas langsamer als gewollt!

Wir sind losgestiefelt ohne den kleinsten Plan, mit dem Gedanken, dass jeder Weg nach oben führt. Hin und wieder konnten wir den Gipfel mit seinem Kreuz sehen und wussten: „Genau da gehts hin.“ Der Weg nach oben war daher eine große Überraschung, aber leider mit zu wenig Wasser im Gepäck. Gut das es ein paar Wasserquellen unterwegs gab, an denen wir unsere Flaschen auffüllen konnten.

Kurz bevor es Richtung Gipfelkreuz ging, dem eigentlichen Highlight des Ausflugs und der Kampenwand, machten wir noch einen Stop an einer Alm um noch einmal Kraft zu tanken. Bei traumhafter Aussicht gab es Leberkäs´mit Bratkartoffeln und Spiegelei und einen Schweizer Wurstsalat. Man war das lecker 😉 Und zum Nachtisch gab es noch einen selbstgemachten Johannisbeer-Streuselkuchen…mhh.

Kampenwand

Nach dieser guten Stärkung konnte es also los gehen. Es ging wirklich steil bergauf, über große Felsen und Geröll. Teilweise auf allen Vieren und mit höchster Vorsicht. Wir kamen ziemlich gut ins Schnaufen und haben immer wieder einen kurzen Stop eingelegt und die Fotopausen durften auch nicht fehlen 😉

Es war unglaublich, es hat so viel Spaß gemacht die Felsen zum Gipfel hoch hinauf zu klettern und das trotz meiner Höhenangst. Der Adrenalin Kick war einfach größer! Und oben am Gipfel anzukommen war ein unglaublich tolles Gefühl. Diese Aussicht, diese Ruhe, unbeschreiblich. Die Sonne schien und wir konnten bis auf den Chiemsee blicken. Um uns herum flogen Gleitschirmflieger. Die Aussicht und das Gefühl muss unfassbar sein.

Kampenwand

Kampenwand

Kampenwand

Kampenwand

Kampenwand

Kampenwand

Kampenwand

Die Sonne stand tief und wir bemerkten das wir fast alleine oben auf dem Berg waren. Nach einer kurzen Pause ging es dann den ganzen Weg zurück, der war halb so schlimm wie befürchtet. Eigentlich hatten wir vor mit der Seilbahn hinunter zu fahren, um unsere Knie und Schienbeine zu schonen. Tja … da hätte sich wohl jemand vorher über die Seilbahn Zeiten informieren sollen. Die letzte war nämlich schon längst abgefahren und so blieb uns nichts anderes übrig, als den ganzen Berg bis hinunter ins Tag zu laufen.

Das tat teilweise ganz schön weh kann ich dir sagen! Aber eine andere Wahl hatten wir nicht. Und ein Tag später konnten wir uns kaum bewegen, der Muskelkater war in allen Gelenken zu spüren. Aber es war ein unglaublich schöner Ausflug auf die Kampenwand, die wir nur empfehlen können.

Kampenwand

Mary
Autor

2 Kommentare

    • Mary
      Mary Antworten

      Hallo Mario,
      vielen Dank 🙂 Unsere Wanderung war definitiv ein Erlebnis und sollte nicht die letzte gewesen sein 😉
      Liebe Grüße
      Mary

Schreibe einen Kommentar